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DIE MAROKKANISCHE HERSTELLUNG VON ARGANÖL


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Arganöl wird aus den Mandeln des Fruchtkernes der geschälten  Argannüsse extrahiert. Um einen Liter kosmetischen Arganöls herzustellen sind etwa um die 50 Kilo verarbeiteter Argantrockenfrucht notwendig, dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Produktion von einem einzigen Arganbaum

WARUM IST DIE PRODUKTION VON ARGANÖL SO MÜHSAM?


Die Herstellung von Arganöl ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, weil es immer noch nicht möglich ist, ohne viele Stunden harter körperlicher Arbeit, die traditionell von marokkanischen Berberfrauen durchgeführt wird, auszukommen. Die anspruchsvollste Produktionsphase ist das Zerbrechen der Argannussschalen, die auch heute noch mit primitiven flachen Steinen durchgeführt wird. Diese Arbeit führt neben ihrer Komplexität auch zu häufigen Verletzungen, da die Argannüsse zu den härtesten der Welt gehören - perfekt angepasst für das Überleben in der Sahara.  Allein das zerbrechen von 50 Kilogramm Argannüssen erfordert in der Regel 18 bis 20 Stunden Handarbeit.

WIE WIRD DAS ÖL AUS  DEN ARGANMANDELN GEWONNEN?


Momentan wird das Öl aus den Mandeln auf drei verschiedene Arten gewonnen: das traditionelle manuelle "Arganpaste kneten", mit der Pressmaschine, und außerdem auch immer häufiger durch chemische Extraktion. Vor der Verarbeitung können die Argansamen auch noch etwas trocken geröstet werden – das gewonnene Öl kann dann als Speiseöl verwendet werden.

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DIE TRADITIONELLE MANUELLE HERSTELLUNGSFORM


Diese älteste und traditionelle Methode wird immer noch in Marokko in ländlichen Haushalten und in den Manufakturen, wo die Berberfrauen arbeiten, verwendet. Die Arganmandeln werden mit Hilfe von Steinhandmühlen zu einer dicken braunen Paste gemahlen, die danach mit ein wenig lauwarmem Wasser geknetet wird. Das Öl, das durch das kneten der Paste zum Vorschein kommt, wird von der Wasseroberfläche gesammelt. Die restliche Paste wird zu einem starren Argankuchen der getrocknet und als Tierfutter verwendet wird. Obwohl dieses traditionell hergestellte Arganöl ohne chemische Zusätze ist und qualitativ dem durch Kaltpressung gewonnenem Öl entspricht, enthält es oft große Mengen an Verunreinigungen, die  durch das kneten mit den Händen und den Kontakt mit dem Wasser hinein gelangen.

DIE HERSTELLUNG MIT DER PRESSMASCHINE IN MAUFAKTUREN
- EINE QUALITÄTSGARANTIE


Dieses Verfahren ist am häufigsten in den Manufakturen zu finden, wo die Berberfrauen – Frauen, die sich entschlossen haben, ihre traditionelle Rolle in der Gesellschaft zu ändern und zu Teilhaberinnen in halbautomatisierten Fabriken für Arganöl geworden sind. (für weitere Informationen siehe "Wie Sie helfen können"). Zur Herstellung von Arganöl werden  in diesem Fall Pressmaschinen aus Edelstahl verwendet, in denen die Arganmandeln zuerst zu einer Paste gemahlen und danach zu reinem Arganöl gepresst werden. Da es sich um eine Kaltpressung handelt und es dabei zu keinem Kontakt zwischen der Arganpaste mit dem Wasser kommt, ist so gewonnenes Arganöl seiner natürlichen Form am nächsten und behält sein angenehmes Aroma. Dieses hat im Falle der kosmetischen Variante einen leicht nussigen Ton nach natürlichen Arganmandeln und einen intensiven nussigen Duft in der Speiseölform. Gepresstes Arganöl enthält sehr oft auch einen sanften Dunst, der auf einen Rest der Arganpaste, aus der sie gekeltert wurde, hinweist. Werder die Kaltpressung, noch die Handarbeit ermöglichen es, die maximale Menge an Öl aus den Arganmandeln zu gewinnen, was die Produktionskosten somit erhöht.

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WARNUNG VOR DER IMMER HÄUFIGEREN PRODUKTION DURCH CHEMISCHE EXTRAKTION!


Mit dem Ziel, die Produktionskosten zu minimieren, wurden in Marokko vor nicht allzu langer Zeit Fabriken für die chemische Herstellung von Arganöl aus Arganmandeln gebaut. Obwohl diese Fabriken fähig sind eine große Menge an Öl zu einem sehr niedrigen Endpreis herzustellen, ist seine Qualität fast ausnahmslos minimal, da für seine Gewinnung zu verschiedenen chemischen Lösungsmitteln gegriffen wird. Mit deren Hilfe kann nämlich aus der Paste die größtmögliche Menge an Ölkomponenten gewonnen werden.
Unter diesen Bedingungen hergestelltes Arganöl hat einen geringen Anteil an Wirkstoffen und kann sogar geringe Mengen an Lösungsmitteln oder anderen Chemikalien, die bei der Herstellung verwendet wurden, enthalten. Durch chemische Extraktion hergestelltes  Arganöl unterscheidet sich von den ersten beiden Herstellungsmetoden am meisten – es ist "schmieriger"  und sieht zu steril sauber aus – es enthält nie die feine Trübung von der Paste und hat fast keinen Geruch.
Arganöl aus industrieller Produktion stellt heutzutage leider den Hauptanteil am Gesamtexport von Arganöl aus Marokko dar. Es ist somit die meiste Art von Arganöl, auf die man außerhalb von Marokko treffen kann. Auch in Marokko selbst ist dieses Arganöl sehr oft zu finden, vor allem in Supermärkten oder auf Marktplätzen. Es wird auch oft zu sehr attraktiven Preisen angeboten.

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WARUM RIECHEN EINIGE ARGANÖLE UNANGENEHM UND WAS HABEN ZIEGEN DAMIT ZU TUN?


Wenn sich bei der Herstellung von Arganöl Schimmel oder Ziegenkot enthaltende Rohstoffe in die Masse mischen, da sich Ziegen von den Arganfrüchten ernähren, wird dies auch in dem Arganöl sichtbar, denn er fängt sehr bald nach der Herstellung an, sehr unangenehm zu riechen.

WIE ZIEGEN BÄUME UND ARGANÖL ZERSTÖREN KÖNNEN


In Marokko kann man häufig ganze Ziegenherden sehen, die auf die Kronen der Arganbäume klettern, um dort Blätter und Früchte zu fressen. Obwohl das Touristen oft auch als eine Kuriosität ansehen und fotografieren, beschädigen die Ziegen so die Arganbäume dauerhaft. Außerdem werden die unverdauten Argannüsse, die im Ziegenkot unter den Bäumen liegen bleiben, oft trotzdem verwendet, um Öl zu produzieren. Man könnte meinen, dass der Verdauungstrakt der Tiere das Arganöl bereichert, wissenschaftliche Studien haben jedoch deutlich das Gegenteil bewiesen - Arganöl aus von Ziegen verdauten Nüssen beinhaltet, verglichen mit reinem Arganöl, einen niedrigeren Prozentsatz an Wirkstoffen. Hinzu kommt noch der sehr unangenehme Geruch "der Täter".

WARUM ALSO HALTEN DIE HIRTEN IHRE HERDE NICHT BEI SEITE?


Am Rande der Sahara gibt es wirklich nur sehr wenige Grünflächen, daher ist es nicht einfach, Hirten zu überzeugen, ihre Ziegen nicht  auf Arganbäume klettern zu lassen. Manchmal aber jagen sogar die Arganöl Hersteller selbst die Ziegen auf  die Bäume. Durch Ziegen verdaute Nüsse haben bereits verdaute Schalen, die einfacher zu knacken sind, was die Herstellungskosten von Arganöl deutlich senkt. Der im Öl enthaltene Ziegengeruch wird dann als „echter Argangeruch“ verkauft und chemisch aus dem Öl entfernt. Dank dem Druck der marokkanischen Regierung und der UNESCO wird dieser Vorgang jedoch langsam immer geringer und die Arganbäume werden vor der Ziegenverwüstung jedes Jahr besser geschützt.




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